Projektplanung: WordPress Agentur oder Freelancer?

Der Kollege Rene Dasbeck hat in seinem Blog die Frage diskutiert, ob man eine WordPress Agentur oder einen freiberuflichen Entwickler/Designer für ein Projekt einsetzen sollte. Beides hat sicher Vor- und Nachteile und es ist ist vom individuellen Projekt abhängig, welche die bessere Wahl ist. Aber auf welcher Grundlage trifft man nun eine solche Entscheidung?

Und hier kommt mal wieder ein Thema zum tragen, dem leider zu oft viel zu wenig Bedeutung beigemessen wird: Saubere Planung. Es gibt zwar die bekannte „5-P“ Regel die besagt: „Proper Planning Prevents Poor Performance“ (Etwa: Saubere Planung schützt vor schlechten Ergebnissen), aber gerade in kleineren Projekten wird das häufig nicht beachtet. Die typische Frage am Anfang eines Projekt lautet dann nicht selten:

„Was kostet eine Website?“

Ich antworte dann gerne mit der Gegenfrage:“ Was kostet ein Auto?“ Und spätestens da wird es einem klar: Es kommt darauf an. Was muss die Website leisten, welchem Zweck dient sie, welche Funktionen werden benötigt etc. Es ist ein erheblicher Unterschied, ob man ein Blog oder einen Webshop mit 20.000 Artikeln benötigt.

Über Farben und Schriften machen sich gerade kleinere Websiteplaner oft mehr Gedanken, als über Funktionen. „Und wenn man die Navigation blau statt grau macht, ist das sehr aufwändig? Und wenn Sie schon mal dabei sind, richten Sie mir doch bitte gleich einen Shop und einen Mitgliederbereich ein“. Das ist nicht übertrieben. sowas habe ich mehrfach erlebt.

Natürlich ist es für künftige Websitebetreiber oft schwer den technischen Jungle zu durchblicken, aber man sollte sich eben genau aus diesem Grund im Vorfeld intensiv mit den Anforderungen an eine Website auseinandersetzen. Ich gebe meinen Kunden dafür gerne ein Briefing Dokument an die Hand. Darin stehen viele Fragen rund um die Anforderungen an ein Webprojekt. Das hilft nicht nur mir später ein konkretes Angebot zu erstellen, sondern auch dem Auftraggeber sich selbt Fragen zu stellen, auf die er evtl. gar nicht gekommen wäre. Das kommt gut an.

Fazit

Gute Vorbereitung, klare Anforderungen und ein detailliertes Briefing helfen nicht nur dem Anbieter, sondern auch dem Auftraggeber. Das dient der klaren Kommunikation und damit am Ende der Zufriedenheit und Begeisterung aller Beteiligter. Und das ist es doch was wir alle wollen: Begeistert sein von dem, was wir tun.

Nachtrag: Das Briefing Dokument kann übrigens hier heruntergeladen werden.