Like-Button von Facebook und anderen Social Networks sind datenschutzwidrig

Mal wieder eine Meldung zum Thema Datenschutz und soziale Netzwerke. Dieses Mal fand ich die Infos aber so deutlich, dass ich hier kurz darüber berichten will. Nach Ansicht des „Düsseldorfer Kreises“ ist die Verwendung des Like-Buttons von Facebook und vergleichbarer Social Plugins datenschutzwidrig.

Wer oder was zum Teufel ist der „Düsseldorfer Kreis“? Die deutschen Datenschutz- Aufsichtsbehörden koordinieren und stimmen sich im sogenannten „Düsseldorfer Kreis“ ab. Es handelt sich dabei um einen informellen Zusammenschluss.

Hier nur ein kurzer Auszug aus der Stellungname des Düsseldorfer Kreises, der es aber in sich hat.

In Deutschland ansässige Unternehmen, die durch das Einbinden von Social Plugins eines Netzwerkes auf sich aufmerksam machen wollen oder sich mit Fanpages in einem Netzwerk präsentieren, haben eine eigene Verantwortung hinsichtlich der Daten von Nutzerinnen und Nutzern ihres Angebots. (…)

Sie laufen Gefahr, selbst Rechtsverstöße zu begehen, wenn der Anbieter eines sozialen Netzwerkes Daten ihrer Nutzerinnen und Nutzer mittels Social Plugin erhebt. Wenn sie die über ein Plugin mögliche Datenverarbeitung nicht überblicken, dürfen sie daher solche Plugins nicht ohne weiteres in das eigene Angebot einbinden.

Alle Infos dazu gibt es auf der Website der Kanzlei Dr. Bahr. Ich erteile hier natürlich keinesfalls irgendeinen juristischen Rat, denke aber, dass man sich mit dem Thema intensiver auseinandersetzen sollte, bevor Ärger ins Haus flattert. Mich betrifft es insofern nicht, weil ich keinerlei Social Media Buttons auf meinen Websites habe. Die Social Media Links im Footer der Website sind unkritisch, weil es nur Links zu meinen Social Media Profilen sind. Allerdings muss ich mich mit dem Thema „Fanpages“ befassen, da ja auch die vom Düsseldorfer Kreis bemängelt werden.

Ich persönlich stelle den Sinn solcher „Like“ Buttons ohnehin schon lange in Frage. Man braucht sie de facto einfach nicht. Jeder ist in der Lage eine URL zu kopieren und in seinem Twitter, Facebook, Gogle+ oder sonstwo Profil zu veröffentlichen. Dazu braucht kein Mensch einen Button. Der Button nimmt ihm im Grund keine Arbeit ab, er macht es nicht wirklich einfacher Artikel zu „sharen“. Man muss genauso bei Facebook (z.B.) eingeloggt sein, als würde man den Link „traditionell“ verbreiten (also ohne Button). Ich habe den Vorteil solcher Button (zumindest für mich persönlich) noch nie erkennen können.

Wie seht Ihr das?

Quelle: Kanzlei Dr. Bahr